Nach den vielen Skifahren auf den Pisten von Neveazzurra, und bevor wir unsere Reportagen auf der Suche nach anderen Skigebieten fortsetzen, entscheiden ich und Giancarlo am 4. März uns eine Pause zu gönnen und die Erfahrung eines Thermalbads unter freiem Himmel zu leben, umgeben von Schnee.
Unsere Destination ist Premia, das Valle Antigorio. Es befindet sich in der Fraktion Caldarese, 800 Meter auf dem Berg, wo vor weniger als einem Jahr der Kurort eingeweiht wurde, der inmitten von Bergen und Naturparks liegt. Eine Struktur die mit inneren und äußeren Schwimmbecken ausgestattet ist, wo es möglich ist in das natürlich warme Thermalwasser einzutauchen, und wo in wenigen Monaten ein regelrechtes Wellnesscenter eröffnet wird, dass Behandlungen und Kuren, für ein paar Stunden, einfachen Relax bietet. Es ist sehr einfach Premia zu erreichen: man fährt auf der Bundesstrasse 33 des Simplon bis zur Ausfahrt Crodo, mündet dann in die Staatsstrasse 659 der Valle Antigorio ein, überquert Premia und in wenigen Minuten kommt man nach Cadarese. Eine halbe Stunde von Domodossola, und eine gute Stunde von Mailand entfernt.
Wir gelangen am frühen Nachmittag an das Thermalbad und es schneit. Wir haben Glück, weil wir das Gefühl im heißen Wasser zu sein und die Schneeflocken auf unseren Gesicht erleben können. Der Thermalpark von Premia ist eine moderne Struktur die auf perfekte Weise in das Umfeld integriert worden ist. Die Warmwasser-Quelle der Therme in Premia entdeckte man in der Ortschaft Longia am Anfang der Neunziger Jahre, im Laufe einer geologischen Nachforschung für den Entwurf einer neuen Hydroelektrischen Anlage. Das Aufkommen dieses heißen Wassers wurde mit einem Schein vom Papst Paolo der 4. im Jahr 1556 dokumentiert.
Die Hypertermalen Gewässer der neuen Quelle sprudeln mit einer Temperatur heraus die höher als 40° Grad ist und die besonders geeignet ist bei Bronchitis, bei entzündlichen Pathologien der Luftröhren, bei Leiden des gynäkologischen Apparats, bei Affektionen in den Gliedern und vor allem bei der Behandlung im dermatologischen Bereich.
Wir kommen an die Rezeption wo wir Linda treffen die uns ein elektrisches Armband aushändigt mit dem wir in die Schwimmbecken eintreten, und von der Badezone raus und rein können, vielleicht um an der Bar einen Snack einzunehmen oder einen Kaffee zu trinken. Aber erstmal begegnen wir der Direktorin Daniela Rossato, die uns die Planimetrie des Wellnesscenter zeigt.
Das Center das Ende Juni zugänglich gemacht wird, wird im Erdgeschoss der Struktur liegen. Es wird einen Trockenraum, einen Feuchtraum und eine therapeutische Zone haben.
Im Trockenraum kann man sich mit Kräuterbädern, mit Bewegungs- und Inhalationsduschen, Wasserfällen, Türkisches Bad, Thalassotherapie und Dampfbad entspannen. Das Umfeld wird sehr gemütlich und sehr beruhigend sein, mit gedämpften Lichtern und Mosaik auf dem Fußboden und auf den Wänden.
In der Feuchtzone dagegen kann man den warmen Kneipp-Rundgang machen, ein Heubad, Bewegungsdusche und verschiedene Saunabder: finnische oder Biosauna mit Chromtherapie. Den ganzen Rundgang kann man in zwei Stunden ausführen, aber es ist auch möglich, je nach Bedürfnis, nur eine Zone oder beide zu betreten.
Ich lasse mich vormerken um im Voraus das neue Wellnesscenter zu erleben, nachdem ich mich von Giovanna verabschiedet habe, eine der Angestellten des Theramlparks, und gehe in die Umkleidekabinen für Frauen.
Die Räume sind groß, gut ausgestattet und erlauben eine gewisse Privatsphäre.
Von hier aus hat man Zugang zu den Hallenbecken, die verschiedene Möglichkeiten bieten.
Das Freizeitbecken für Erwachsene hat eine Tiefe von 120 Zentimeter und eine Wassertemperatur von circa 30° Grad im Winter und 28° Grad im Sommer.
Dieses Becken ist mit dem Aussenbecken verbunden, wo man ein heißes Bad unter freiem Himmel genießen kann und das auch in der Wintersaison. Und das möchte ich sofort machen, und laufe nach nach Draußen.
Es ist wirklich ein faszinierendes Erlebnis. Das Wasser ist heiß und strömt Dampf aus dass auch den Kopf wärmt und man die Kälte gar nicht spürt.
Jetzt schneit es stark und es ist wundervoll die Flocken auf dem Gesicht zu spüren. Die Damen an der Rezeption haben es mir erlaubt so lang wie möglich im Wasser zu bleiben und fahre mit ihren Hinweisen fort. Das umliegende Panorama ist wirklich unglaublich.
Das Becken ist mit vier Sitzplätzen ausgestattet um eine vertikale Massage zu ermöglichen mit Wanddüsen und drei Stellungen für die Halsdüsen. Ich warte bis ich dran bin und entspanne mich unter der Heisswasserdüse.
Ich kehre ins Hallenbad zurück und widme mich den Beckenrundgang. Es handelt sich um rechteckige parallele Becken die eine Tiefe von 75 cm für die Kaltzone (18° Grad) und 90 cm für die Warmzone (36° Grad) aufweisen.
Die Becken sind mit 14 Sprudeldüsen ausgestattet, um wohltuend diesen Gang zu genießen ist es nötig als Alternative in diesen beiden Becken für wenigstens 20 Minuten zu laufen. Auf diese Weise ist es möglich die unteren Gliedmassen zu entlasten und die Anschwellungen und das Schweregefühl zu reduzieren. Ein wirkliches Allheilmittel für uns Frauen!
Nach dem Beckenrundgang tauche ich in den Whirlpool ein, der 102 cm tief ist, und eine Temperatur von 36° hat. Hier gibt es 5 Liegen mit Hydrodüsen, 2 Thermaldüsen und 8 Sitzplätze mit einer Hochdruckmassage.
Die Unterwassermassage ist bekannt für seine sehr entspannende Aktion, und erlaubt es die Nerven und Muskeln zu relaxen um so Anspannungen und Stress zu verringern.
Über diese Becken hinaus, gibt es auch eine die für Turnübungen und eine andere die für freies Schwimmen genutzt wird (beide haben eine Tiefe von 120 cm mit einer Wassertemperatur von 28°) außerdem gibt es ein Kinderbecken das 60 cm tief ist und das Wasser 30° Grad aufweist.
Diese Becken werden für Wassersportkurse für Kinder und für die Wassergymnastikkurse für Erwachsene und Senioren genutzt.
Im Warmwasser, um das Risiko einer Blutdruckabnahme zu vermeiden, sollte man nicht länger als 20 Minuten hintereinander im Becken bleiben, nur nach weiteren zwanzig Minuten die man nicht im Wasser verbringt, kann man mit Gelassenheit noch mal baden gehen.
Man kann sich auf eine der zahlreichen Liegen, die zur Verfügung stehen, legen, oder sich an die Bar für einen Pausensnack begeben.
Unser Entspannungsnachmittag ist zu Ende, aber wir wären gerne noch länger geblieben um uns noch weiter verwöhnen zu lassen, zwischen einer Unterwassermassage und einer anderen.
Wir geben unser elektronisches Armband an Linda zurück (es gibt zwei Lindas in der Therme!), trinken einen Kaffee an der Bar, verabschieden uns und kehren in Richtung Tal zurück.
Die Therme von Premia ist täglich geöffnet, außer Montags, und für die Freunde von Neveazzurra gibt es eine besondere Promotion: es reicht seinen Skipass von einer unserer Stationen vorzuzeigen um einen sofortigen Rabatt von 10% auf den Eintrittspreis zu bekommen.
Bis zur nächsten Reportage. Am Montag, 9. März sind wir auf dem Moro von Macugnaga und dann entdecken wir noch Formazza, Devero und San Domenico.
Miria, Community Manager







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